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Airlie Beach – Ankunft


Als wir in Proserpine aus dem Flugzeug steigen „erschlägt“ uns zu erst die schwül heiße Luft. Wir sind auf einem kleinen und feinen Flughafen gelandet, der aussieht als würde nur alle paar Wochen ein Flugzeug landen. Wir sind mitten in der Regenzeit in die tropischen Gebiete der Whitsundays gekommen und so fängt es jetzt auch gleich an heftig zu schütten. Schnell packen wir unsere Backpacks, kaufen das Busticket nach Airlie Beach und springen in den Bus. Auf Fahrt, die etwa 30 Minuten dauert, muss der Busfahrer mehrmals schnell abbremsen und hupen: Kängaros versperren den Weg. „Diese Viecher sind strohdumm“, erklärt uns der Fahrer. „Man muss schon frühzeitig bremsen wenn man ein Kängaru auch nur am Horizont sieht. Statt wegzuspringen würde es nämlich eher lebensmüde auf die Straße springen und überfahren werden“. Das erklärt auch warum die meißten Autos hier große Kuhfänger vor der Motorhaube haben. Doch wir haben Glück und müssen keines dieser possierlichen Tierchen überfahren und kommen in Airlie Beach wohlauf an!


Aus dem Bus gesprungen werden wir wieder von der lähmenden Hitze eingefangen. Jeder Schritt mit dem schweren Backpack wird zur Qual. Airlie Beach ist ein kleiner beschaulicher Ort. Wir sind zur Nebensaison dort angekommen und daher geht hier alles eher ruhig zu. Normalerweise ist dieser Ort für sein wildes Nachtleben bekannt. Airlie Beach hat eine sehr schöne Lagune, ein kleines Freibad direkt hinter dem Meer welches öffentlich und kostenlos ist. Zwischen Palmen kann man hier im Sonnenschein brutzeln oder sich im Wasser vergnügen. Ins Meer kann man zu dieser Zeit leider nicht – oder wenn, dann nur in einem Stingersuit, ein Anzug gegen die Quallen welche zu schmerzhaften Verletzungen führen können und die zu dieser Zeit mit dem kalten Wasser näher in die Bucht kommen. Schade! Das Meer sieht wunderschön aus. Überall Segelboote, schöne Häuser, Geschäfte, Backpackerunterkünfte – ein richtiger Urlaubsort.


Wir gehen durch den Ort und werden schließlich von unseren Bekannten mit nach Hause genommen. Etwa 6 Kilometer außerhalb von Airlie Beach wohnen wir fast mitten im Regenwald. Hier gibt es viele Häuser mit riesigen Grundstücken. Daher verliert sich die Bevölkerung hier etwas und es erscheint sehr sehr unbewohnt. Zwischen riesigen Regenwaldbergen beziehen wir unser kleines „Shelter“ mit Bad, Matratze und Kühlschrank: Luxus! Mit ein paar reparierten Fahrrädern fahren wir von nun an nach Airlie um einzukaufen oder unternehmen Radtouren. Hier gibt es noch richtig viel unberührte Natur: Wasserfälle, Buchten, Riffe, türkisfarbenes Wasser. Viele Neureiche sind hier zugezogen und haben fantastische Villen errichtet. Überall wird gebaut, alles expandiert. In den nächsten Jahren rechnet man mit 50 000 neuen Einwohnern!


Das Regenwetter ist nur phasenweise, ansonsten knallender Sonnenschein von der australischen stechenden Sonne! Durchgehend 30°C was will man mehr? Morgens hüpfen Kängarus und Wallabies auf dem Grundstück herum. Papageie, Geckos, wild pfeifende Vögel – die Tierwelt ist kunterbunt! Im Gegensatz zu Sydney genießen wir hier wunderbares frisches Wasser. Da die Häuser hier so abseits liegen versorgen sich die Häuser selbst durch Regenwasser und spezielle Filtersysteme. An das Leitungsnetz ist hier kein Haus mehr angeschlossen. Nach dem Auspacken geht es erstmal auf dem wunderschönen Radweg nach Airlie Beach zum einkaufen.